Eierschwämme in der Schweiz
Der Eierschwamm (Cantharellus cibarius), in Deutschland Pfifferling genannt, gehört zu den häufigsten Speisepilzen der Schweiz.
- Saison
- Von Juli bis September, am meisten im Juli und August
- Bäume
- Buche, Fichte, Weisstanne, Eiche und Edelkastanie
- Höhe
- bis rund 2100 m
Wo Eierschwämme wachsen
Eierschwämme mögen saure, eher nährstoffarme Böden. Sie stehen oft im Moos, an Böschungen und entlang von Waldwegen, meist in Gruppen. Weil der Pilz mit seinen Bäumen verbunden bleibt, erscheint er oft Jahr für Jahr an denselben Stellen.
Eierschwämme wachsen langsam und brauchen feuchtes, warmes Wetter. Nach Regen dauert es oft ein bis zwei Wochen, bis sie erscheinen.
Eierschwamm erkennen
- Ganzer Pilz eigelb bis orangegelb
- Unter dem Hut keine dünnen Lamellen, sondern stumpfe, gegabelte Leisten, die weit am Stiel herablaufen
- Hutrand jung eingerollt, später wellig
- Fleisch fest und weisslich, Geruch leicht fruchtig
Verwechslungen
Der Falsche Eierschwamm ist kräftiger orange, weicher und hat echte, dünne Lamellen. Er wächst auf Nadelstreu und morschem Holz.
Giftig ist der Ölbaumtrichterling. Er wächst in dichten Büscheln am Fuss von Eichen und Edelkastanien, vor allem im Tessin, und hat ebenfalls echte Lamellen.
Auch tödlich giftige Schleierlinge wie der Orangefuchsige Raukopf haben Lamellen. Achte deshalb vor allem auf die Leisten.
Sammeln
Für Eierschwämme gelten in einigen Kantonen eigene Höchstmengen:
- Luzern: höchstens 2 kg pro Person und Tag, Eierschwämme und Morcheln ½ kg
- Uri: Eierschwämme höchstens 2 kg, Morcheln ½ kg, übrige Arten 3 kg pro Person und Tag
Lass kleine Eierschwämme stehen, sie wachsen weiter.
Zürich, Glarus und Graubünden sperren den 1. bis 10. Tag jedes Monats, Luzern und Obwalden den 1. bis 7.
Vor dem Essen: Lass jeden Fund von einer amtlichen Pilzkontrolle prüfen. Viele Gemeinden bieten sie in der Saison kostenlos an.