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Sammelregeln für Pilze in der Schweiz

Jeder Kanton regelt das Pilzesammeln selbst, manche Gemeinden zusätzlich. Stand der kantonalen Regeln: 10.10.2026.

Grundregeln

Schontage und Sammelzeiten

Regeln nach Kanton

Aargau

Keine feste Höchstmenge, nur im ortsüblichen Umfang
  • Organisiertes Sammeln und Werbung dafür verboten
  • Sammeln zum Verkauf nur mit Bewilligung

Naturschutzverordnung (SAR 785.131), § 3 ↗Kanton Aargau: Sammeln von Beeren, Pilzen und Holz ↗

Appenzell Ausserrhoden

Höchstens 2 kg pro Person und Tag
  • Nur ausgewachsene Pilze, schonend von Hand
  • Gewerbsmässiges und organisiertes Sammeln verboten (ausser Pilzvereine und Schulklassen)

Regierungsratsbeschluss über den Schutz der Pilze (bGS 422.111.3) ↗

Appenzell Innerrhoden

Höchstens 2 kg pro Person und Tag
  • Schonend von Hand pflücken
  • Die Standeskommission kann Sperrzeiten festlegen (keine bekannt)

Verordnung über den Natur- und Heimatschutz (GS 450.010), Art. 25–26 ↗

Basel-Landschaft

Keine besonderen kantonalen Regeln
  • Nicht übermässig sammeln, nichts mutwillig beschädigen
  • Geschützte Arten nicht sammeln

Artenschutzverordnung (SGS 790.11), § 3 ↗

Basel-Stadt

Keine besonderen kantonalen Regeln laut VAPKO

Nur aus der VAPKO-Übersicht (08.02.2026), nicht im Gesetzestext geprüft.

VAPKO-Übersicht (08.02.2026) ↗

Bern

Höchstens 2 kg pro Person und Tag
  • Organisiertes Sammeln verboten (ausser geführte Ausbildungsexkursionen)
  • Nur häufige, nicht geschützte Arten; Boden nicht aufreissen, keine Hilfsmittel

Naturschutzverordnung (BSG 426.111), Art. 22–23 ↗

Freiburg

Sammeln nur 7–20 Uhr · höchstens 2 kg pro Person und Tag
  • Sammeln nur von 7 bis 20 Uhr
  • Höchstens 2 kg pro Person und Tag
  • Geschützte Arten nicht pflücken oder beschädigen
  • Pilzreservat La Chanéaz (Montagny): Sammeln verboten

Reglement über den Natur- und Landschaftsschutz (SGF 721.0.11), Art. 26 ↗

Genf

Höchstens 2 kg pro Person und Tag

Glarus

1.–10. jedes Monats kein Sammeln · höchstens 2 kg pro Person und Tag
  • Sperrzeit: 1.–10. Tag jedes Monats
  • Höchstens 2 kg pro Person und Tag
  • Organisiertes Sammeln verboten (ausser Kurse von Pilzvereinen und Schulklassen)

Verordnung über den Schutz der Pilze (GS IV G/3/3), Art. 1 ↗

Graubünden

1.–10. jedes Monats kein Sammeln · höchstens 2 kg pro Person und Tag
  • Sperrzeit: 1.–10. Tag jedes Monats
  • Höchstens 2 kg pro Person und Tag
  • Gruppen von mehr als drei Personen verboten (Familien ausgenommen)
  • Keine Rechen, Hacken oder andere Geräte; mutwilliges Zerstören verboten
  • Kein Sammeln in Pilzschutzgebieten

Natur- und Heimatschutzverordnung (BR 496.100), Art. 12 ↗

Jura

Höchstens 3 kg pro Person und Tag
  • Höchstens 3 kg pro Person und Tag, alle Arten zusammen (seit 2026)
  • Nur kleine Mengen
  • Gewerbliches Sammeln nur mit Bewilligung

Ordonnance sur la protection de la nature (RSJU 451.11), Art. 19 ↗

Luzern

1.–7. jedes Monats kein Sammeln · höchstens 2 kg pro Person und Tag, Eierschwämme und Morcheln ½ kg
  • Sperrzeit: 1.–7. Tag jedes Monats
  • Höchstens 2 kg pro Person und Tag; Morcheln und Eierschwämme höchstens ½ kg
  • Nur ausgewachsene Pilze pflücken
  • Organisiertes Sammeln verboten (ausser Pilzvereine und Schulklassen zur Ausbildung)
  • Strengere Regeln in Pilzschutzgebieten

Verordnung zum Schutz der Pilze (SRL 715c), § 8 und § 8a ↗

Neuenburg

Keine besonderen kantonalen Regeln laut VAPKO

Nur aus der VAPKO-Übersicht (08.02.2026), nicht im Gesetzestext geprüft.

VAPKO-Übersicht (08.02.2026) ↗

Nidwalden

Höchstens 1 kg pro Person und Tag
  • Organisiertes Sammeln verboten
  • Sammeln zum Verkauf nur mit Bewilligung
  • Kein Pflücken in Pflanzenschutzgebieten

Naturschutzgesetz (NG 331.1), Art. 24 ↗

Obwalden

1.–7. jedes Monats kein Sammeln · Sammeln nur bei Tageslicht · höchstens 2 kg pro Person und Tag, Morcheln 500 g
  • Sperrzeit: 1.–7. Tag jedes Monats
  • Sammeln nur bei Tageslicht
  • Höchstens 2 kg pro Person und Tag; Morcheln höchstens 500 g. Kinder unter 12 Jahren sammeln nur in Begleitung Erwachsener; ihre Pilze zählen zu deren Höchstmenge
  • Gewerbsmässiges und organisiertes Sammeln verboten

Pilzschutzverordnung (GDB 786.21), Art. 2 ↗

Schaffhausen

Keine kantonale Sperrzeit und keine Höchstmenge
  • Kein Sammeln in kantonalen Pilzschutzgebieten
  • Buchberg und Rüdlingen: wie Kanton Zürich (1.–10. jedes Monats kein Sammeln, höchstens 1 kg)

Nur aus der VAPKO-Übersicht (08.02.2026), nicht im Gesetzestext geprüft.

Naturschutzverordnung (SHR 451.101), § 21 ↗VAPKO-Übersicht (08.02.2026) ↗

Schwyz

Höchstens 2 kg pro Person und Tag, Morcheln 1 kg
  • Höchstens 2 kg pro Person und Tag; Morcheln höchstens 1 kg
  • Organisiertes Sammeln verboten
  • Keine Sperrtage seit 2010

Landschafts- und Naturschutzgesetz (SRSZ 721.110), § 9b ↗

Solothurn

Keine kantonalen Sammelregeln mehr
  • Die Verordnung über Pilzschontage wurde 2009 ersatzlos aufgehoben

Regierungsratsbeschluss 2009/1114 ↗

St. Gallen

Regeln je Gemeinde
  • Gemeinden können das Sammeln einschränken oder verbieten
  • Rund 20 Gemeinden (Sarganserland, Werdenberg, See-Gaster) sperren den 1.–10. jedes Monats

Gemeinderegel laut Medienberichten, nicht im Verordnungstext geprüft.

Naturschutzverordnung (sGS 671.1), Art. 8 ↗VAPKO-Übersicht (08.02.2026) ↗

Tessin

Sammeln nur 7–20 Uhr · höchstens 3 kg pro Person und Tag
  • Sammeln nur von 7 bis 20 Uhr
  • Höchstens 3 kg pro Person und Tag
  • Keine Rechen, Schaufeln oder anderen Geräte; stehen gelassene Pilze nicht zerstören
  • Geschützte Arten nicht sammeln
  • Organisiertes Sammeln zum Verkauf verboten
  • Zeitweise Sperrgebiete möglich

Legge concernente la raccolta di funghi (RL 483.100), Art. 3 ↗

Thurgau

Höchstens 1 kg pro Person und Tag
  • Höchstens 1 kg Speisepilze pro Person und Tag
  • Arten der Roten Liste verboten
  • Kein Sammeln in Naturschutzzonen

Verordnung zum Natur- und Heimatschutzgesetz (RB 450.11), §§ 38–40 ↗

Uri

Eierschwämme höchstens 2 kg, Morcheln ½ kg, übrige Arten 3 kg pro Person und Tag
  • Pro Person und Tag: Morcheln höchstens ½ kg, Eierschwämme höchstens 2 kg, übrige Arten höchstens 3 kg
  • Keine Morcheln vor dem 1. April
  • Gewerbsmässiges und organisiertes Sammeln verboten
  • Keine Rechen, Hacken oder Funkgeräte
  • Nur bekannte, ausgewachsene Pilze pflücken; mutwilliges Zerstören verboten

Reglement über den Schutz wildwachsender Pilze (RB 10.5131) ↗

Waadt

Sammeln nur 7–20 Uhr · höchstens 2 kg pro Person und Tag
  • Sammeln nur von 7 bis 20 Uhr
  • Höchstens 2 kg pro Person und Tag für den Eigenbedarf
  • Gewerbliches Sammeln nur mit Bewilligung und anerkanntem Kurs, höchstens 6 kg
  • Arten der Roten Liste (VU, EN, CR) verboten
  • Mutwilliges Zerstören verboten
  • Die früheren Sperrtage 1.–7. gelten seit 2025 nicht mehr

Kanton Waadt: Récolte des champignons ↗

Wallis

Keine kantonale Sperrzeit und keine Höchstmenge
  • Gemeinden können strengere Regeln erlassen
  • Geschützte Arten nicht sammeln

Verordnung über den Natur- und Heimatschutz (SGS 451.100), Art. 21 ↗

Zug

Keine besonderen kantonalen Regeln laut VAPKO

Nur aus der VAPKO-Übersicht (08.02.2026), nicht im Gesetzestext geprüft.

VAPKO-Übersicht (08.02.2026) ↗

Zürich

1.–10. jedes Monats kein Sammeln · höchstens 1 kg pro Person und Tag
  • Sperrzeit: 1.–10. Tag jedes Monats
  • Höchstens 1 kg pro Person und Tag
  • Nur Pilze sammeln, die man kennt; mutwilliges Zerstören verboten
  • Für parasitische Arten wie den Hallimasch gilt die Verordnung nicht
  • Pilzschutzgebiete der Baudirektion beachten

Pilzschutzverordnung (LS 702.15), § 5 ↗

Gemeinden und Schutzgebiete können strengere Regeln haben. Ohne Gewähr. Alle Kantone bei VAPKO ↗

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