Steinpilze in der Schweiz
Der Steinpilz (Boletus edulis) ist einer der beliebtesten Speisepilze der Schweiz. Er lebt mit Waldbäumen zusammen und erscheint oft Jahr für Jahr an denselben Stellen.
- Saison
- Von Juli bis Oktober, am meisten im August und September
- Bäume
- Fichte, Eiche, Edelkastanie, Buche und Weisstanne
- Höhe
- bis rund 2000 m
Wo Steinpilze wachsen
Steinpilze stehen gern an lichten Stellen in Moos oder Gras, an Waldrändern und Wegböschungen. Am häufigsten sind sie in Fichtenwäldern.
Der Sommersteinpilz (Boletus reticulatus) ist ein naher Verwandter mit früherer Saison. Er wächst von Juni bis August, vor allem unter Eichen und Buchen bis rund 800 m.
Wann sie kommen
Steinpilze brauchen einen gut durchfeuchteten Waldboden und warme Tage. Nach einem ergiebigen Regen dauert es oft ein bis zwei Wochen, bis die ersten stehen. Nach langer Trockenheit wachsen kaum welche, auch mitten in der Saison.
Steinpilze erkennen
- Hut hell- bis dunkelbraun, bei Nässe leicht schmierig
- Unter dem Hut Röhren statt Lamellen: jung weiss, später gelb bis olivgrün
- Stiel dick, oft bauchig und hell, oben mit einem feinen weissen Netz
- Fleisch weiss, es läuft beim Anschneiden nicht blau an
Verwechslungen
Am häufigsten verwechselt wird der Gallenröhrling. Er ist ungeniessbar, so bitter, dass ein einziger ein ganzes Gericht verdirbt. Seine Röhren werden rosa, und sein Stiel trägt ein grobes, dunkles Netz.
Röhrlinge mit roten Poren sind nie Steinpilze. Dazu gehört der giftige Satansröhrling.
Sammeln
Jeder Kanton hat eigene Regeln. Meist sind 1 bis 3 kg pro Person und Tag erlaubt. Zürich, Glarus und Graubünden sperren den 1. bis 10. Tag jedes Monats, Luzern und Obwalden den 1. bis 7.
Vor dem Essen: Lass jeden Fund von einer amtlichen Pilzkontrolle prüfen. Viele Gemeinden bieten sie in der Saison kostenlos an.